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Kaunas von seinen Anfängen bis zum Zerfalldes Großfürstentums Litauen (bis 1795)


In der zweite Hälfte des 10. Jhs. v. u. Z. entstehen am Zusammenfluss von Nemunas und Neris die ersten Siedlungen der Steinzeit (Paläolithikum), die später ständig bewohnt wurden.  
Im 2. Jh. – 4. Jh. bildet sich am Zusammenfluss von Nemunas und Neris eine Einwohnergruppe.  
Im 10. Jh. – 12. Jh. zeugen die Fundstätten von importierten Rohstoffen, Waren, Tauschgegenständen, einzigartigen Bestattungsgegenständen in den prähistorischen Begräbnisstätten in Kaunas von der Entstehung eines saisonbedingten Handelszentrums. 
1361 werden in der Chronik von Vygandas Marburger Kaunas (Kawen) und seine Burg erwähnt. 
Um 1400 wurde am Ufer von Nemunas die Hl. Mariä-Himmelfahrt-Kirche (Kirche des Vytautas des Großen) gebaut und das Franziskanerkloster gegründet. 
Am 9.02.1408 (oder 16.02.1408) verlieh Vytautas der Große der Stadt Kaunas das Magdeburger Recht, welches das Wirtschaftsleben in Kaunas ankurbelte und die Grundlage für die Selbstverwaltung schuf.  
Am 22.04.1413 wird die Kirche des Hl. Petrus und Paulus zum ersten Mal erwähnt. 
1441–1532* ist in Kaunas das Handelskontor der Hansastadt tätig. 
1463 erweitert der Großfürst von Litauen und König von Polen Kazimieras Jogailaitis die Stadtrechte (das älteste erhaltene Privileg). 
1469 gründeten die von Kazimieras Jogailaitis eingeladenen Zisterzienser in Kaunas das Kloster und bauten bis 1502 die Kirche des Hl. Märtyrers Georg und das Kloster. 
1473 wird die erste Gemeindeschule von Kaunas erwähnt  
1493 wurde die Kirche des Hl. Mikolaj zum ersten Mal in den schriftlichen Quellen erwähnt. 
Im 15. Jh.* wurde das Privathaus „Perkūnas“ (Aleksoto Str. 6) gebaut, welches der Stadtbürger Steponas Dulkė 1546 seinem Nachbarn Bernard Bittner verkaufte.  
Ende des 15. Jhs. wurde in Kaunas die Klostergemeinde der Bernhardinerinnen gegründet. 
Ende des 15 Jhs.–Anfang des 16 Jhs. wird die gotische Kirche der Hl. Gertrude gebaut. 
1519 wird das erste Krankenhaus (Spital) mit zwölf Betten an der Kirche der Hl. Maria Himmelfahrt (Kirche des Vytautas des Großen) gegründet. 
1522 wurde das erste erhaltene Magistratbuch von Kaunas angefangen.  
1540 wird im Wappen von Kaunas der Taurus mit dem lateinischen Kreuz (des Hl. Hubertus) dargestellt. 
1542 wird mit dem Bau des Rathauses angefangen. 
Um 1545* werden die ersten Barbierzünfte erwähnt 
1558 wird das Gebetshaus (die Kirche) der Evangeliker Lutheraner gegründet (Muitinės Str. 6.). 
1559 wird zum ersten Mal in den schriftlichen Quellen der Gutshof von Panemunė erwähnt, der sich später zu einem Städtchen entwickelte.  
1577* wird die Papierwerkstatt von Kaunas zum ersten Mal erwähnt.  
1584* gründet die Bruderschaft der Reformaten in Kaunas eine Druckerei. 
1607–1635 werden eine neue Stadtmauer und Erdwälle gebaut. Nach dem Krieg von 1655–1660 beginnt der Bau des Stadtturmes (Kęstučio Str. 82/ Laisvės Allee), noch Mühlerturm genannt. 
1631 hat der königliche Sekretär Dominykas Narkevičius die Dominikaner nach Kaunas eingeladen, denen er sein Haus in Didžioji Str. (heute Vilnius Str.) überließ. 1641 ließen sich die Dominikaner in Kaunas offiziell nieder.  
1649 wurde die Grundschule von Jesuiten geöffnet, die 1653 in ein Kollegium umgestaltet wurde. 
1655–1661 herrscht die russische Okkupation, in der Stadt tobt die Pest.  
Am 3.11.1664 stiftete der damalige Kanzler des Großfürstentums Litauen Krzysztof Zygmunt Pac ein Kloster von Pažaislis (Kamaldulenser) mit einer prunkvollen Kirche. 
1666* wird auf dem Rathausplatz mit dem Bau der Kirche des Hl. Franciscus Xaver begonnen. 
1685–1700 wird die Kirche des Hl. Kreuzes gebaut. 
Anfang des 18. Jhs.* wird der jüdische Friedhof in Vilijampolė angelegt. Er liegt nördlich des Flusses Nemunas und des Raudondvaris-Chaussees. 
Am 20.12.1701 besetzten die Schweden während des Schwedischen Krieges (1700–1721 m.) problemlos die Stadt und verweilten in Kaunas 12 Wochen. 
1763 wurde im Stadtteil Ober-Panemunė die erste Ziegelkirche der Hl. Apostel Simon und Judas gebaut (auf Initiative des damaligen Ältesten des Gerichts von Kaunas Simonas Sirutis), die wegen der schlechten Fundamentkonstruktion 1774 zusammenbrach. 
1784 gründete Gottfried Ley eine Apotheke, die seine Witwe Charlotte 1860 auf den Nikolaj Prospekt (heute Laisves Allee) verlegte. 
1786–1792 herrscht in Kaunas die Reformzeit.