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Unter der Herrschaft der russischen Zaren<br/> (1795–1915)


1795 erfolgt die dritte Polnische Teilung, 
1802 wurde auf Initiative der Stadtbürger die erste Feuerwehr gegründet. 
Am 24.06.1812 überquerte der Großteil der französischen Armee beim Ausbruch des Krieges mit Russland unter der Führung des Imperators Napoleon I den Fluss Nemunas bei Kaunas. 
1819–1823 lehrte der Dichter Adomas Mickevičius (1798–1855) in der Bezirksschule von Kaunas (heute das Jesuitengymnasium)  
1828 wurde die Pferdestation von Kaunas auf dem Rathausplatz gebaut (Architekt Joseph Poussier). 
11.–18.06.1831 stand Kaunas sieben Tage lang unter der Herrschaft von Aufständischen gegen die Zarenregierung. 
1836 wurde das Lazarett in den ehemaligen Gebäuden des Karmeliterklosters gegründet. 
1843 wird das Gubernium gegründet, zu dessen Zentrum die Stadt Kaunas wird. 
1844 wird Gymnasium von Kražiai (1616 gegründet als Jesuitenkollegium) nach Kaunas verlegt und das Gymnasium des Guberniums von Kaunas genannt. 
1846 wird mit dem Bau des Guberniumspalastes begonnen 
Am 21.02.1847 bestätigte Zar Nikolaj I den Entwicklungsplan von Kaunas (ergänzt 1871). 
1847 wird der alte Stadtfriedhof angelegt (Vytauto Prospekt, heute Park der Ruhe). 
1848 werden in der Druckerei von Mauša Tipografas (Zymelovičius) das erste litauische Buch in Kaunas 
1852 wurde der Marktplatz in der Altstadt angelegt (heute Platz des Gründungssejms). 1976 wurde er geschlossen. 
1853 wurde im Stadtviertel Vilijampolė die erste Dampfbierbrauerei von I. B. Wolf in Betrieb genommen, die den Anfang der Bierindustrie Litauens markierte. 
1854 wird als Anfang der Fotographiegeschichte von Kaunas bezeichnet.  
1854–1856 wird Kaunas während des Krimkrieges zum einzigen Hafen Russlands für den Getreideexport, der von den Briten nicht blockiert wird. 
1855 wird der Kai von Nemunas gemäß dem vom Zaren 1851 bestätigten Projekt für die Befestigung der Kaie von Nemunas und Neris mit Granit verlegt. 
1858 wird die Verordnung verabschiedet, wonach die Juden das Recht bekommen, in ganz Kaunas zu wohnen und Häuser zu bauen. 
Am 9.05.1859 fängt der Bau des Eisenbahntunnels in Kaunas gemäß dem Entwurf vom berühmtem litauischen Ingenieur S. Kerbedis (Länge 1280 m, Breite 8,44 m, Höhe 6,95 m) an. 
1859–1862 wurde in der Nieder-Freda die Grüne Brücke (Eisenbahnbrücke) gebaut. 
1861 wird der jüdische Friedhof in Žaliakalnis (Radvilėnų Chaussee) angelegt. 
1862 gründete N. Rekošas in Kaunas (heute Vytautas Pr.) die Fabrik „Minerva“ – die erste Gusseisengießerei zur Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten und dekorativen Gegenständen. 
1862 wurde das Gebäude des Guberniumsgymnasiums in Kaunas (Architekt Nikolay Chagin; Gimnazijos Str. 3) gebaut, heute das Gymnasium von Maironis. 
1862 wurde auf dem Karmelitenfriedhof die orthodoxe Auferstehungskirche (Voskresenskaja) gebaut, 
1862 wurde das Jüdische Krankenhaus „Bikur Cholim“ (Architekt Nikolajus Timofejevas; heute A. Jakšto Str. 5) gebaut. 
1863 wurde in Kaunas die Telegrafstation mit 10 Apparaten in Betrieb genommen. 
1863* wurde in Kaunas der Bahnhof gebaut (die offizielle Inbetriebnahme wird auf den 21.02.1862 datiert).  
Am 28.12.1863 verurteilte und erhängte die Zarenregierung in Kaunas einen der Führer des polnisch-litauischen Aufstands den Priester Antanas Mackevičius.  
Am 3.12.1864 wurden das Bistum von Žemaitija und das Priesterseminar aus Varniai nach Kaunas verlegt. 
1864 wurde das Gefängnis in Kaunas gebaut (Architekt N. Ikonnikovas; A. Mickevičiaus Str.), 1960 – zugemacht. 
1867 wurde im Viertel von Karmeliten nahe der Malaja Gospitalnaja Str. (heute Kaunakiemio Str.) die Nägel-Fabrik von Dovydas Šereševskis gegründet, die 1870 Jakovas Glazeris übernahm und als „Vulkanas“ (deutsch „Vulkan“) nannte; 1878 kam der deutsche Industrieller Richard Tillmanns nach Kaunas und gründete hier die erste Metallverarbeitungsfabrik, 
Am 22.07.1870 wurde die Genossenschaft der Lesefreunde ins Leben gerufen, sie gründete die erste öffentliche Bibliothek in Kaunas. 
1871 wird auf Initiative der Duma von Kaunas auf dem Grünen (Vytautas) Berg ein Park angelegt, 1872 wird er Petrus-Berg (Petrovskaja gora) genannt, 1919 – Vytautas-Park. 
Am 17.07.1872 bekam der Händler der I Gilde Levinas Boruchovas Minkovskis die Genehmigung, in Kaunas die Choralsynagoge zu bauen (E. Ožeškienės Str. 13; unbekannter Architekt). 
Am 1.01.1876 fanden in Kaunas die Selbstverwaltungswahlen statt (die Duma der ersten Wahlperiode nahm ihre Arbeit am 6.07.1876 auf). 
1879 hat der deutsche Industrielle V. Schmidt mit Erlaubnis der Guberniumsregierung im Stadtviertel Šančiai mit dem Bau der Fabrik „Vestfalija“ zur Herstellung von Draht, Nägeln und Eisenerzeugnissen begonnen. 
Am 7.07.1879 wurde der Stadt Kaunas der Status der Kriegsfestung erster Klasse des Grenzgebietes des russischen Imperiums verliehen. 
1880 wurden der alte Friedhof von Freda (Ž. E. Žilibero Str.) und der Friedhof von Aleksotas (Veiverių Str.) angelegt. 
1880 wurde der Friedhof von Eiguliai angelegt. 
1880 wurde die Synagoge der Chasiden gebaut (Gimnazijos Str. 6). 
1880 wurde in der Nieder-Freda die Möbelfabrik „Elena“ gegründet – der Vorgänger der AG „Kauno baldai“ („Kaunasser Möbel“). 
1882 gründete Rabbiner Natan Zvi ben Moshe Finkel eine Jeschiwa (das Rabbinerseminar) im Stadtteil Vilijampolė (Slobodka). 
Am 26.11.1883 wurde das Bezirksgericht von Kaunas in dem vom I. Frumkin 1881 gebauten Haus (Architekt Ustinas Golinevičius) einquartiert (heute Laisves Allee 103). 
1884 wurde das staatliche Mädchengymnasium gebaut (Laisves Allee 95, Architekt U. Golinevičius).  
1887 wurden auf Beschluss der Stadtverwaltung die neuen zentralen Straßen der Stadt mit Feldsteinen gepflastert. 
1889 wurde das Projekt für den Anschluss von Šančiai und Žaliakalnis an die Stadt vorbereitet, aber nicht bestätigt. 
Um 1890 wurde im Stadtviertel von Ober-Šančiai (Ašmenos Str.) der Soldatenfriedhof angelegt, der auch heute noch zum Teil im Betrieb ist. 
1890–1898 wurde im Vorort von Šančiai die evangelische Baptistenkirche gebaut.  
1891 wurde auf Initiative der Festungskommandantur in Freda (Botanikos Str. 10) eine orthodoxe Kirche gebaut, die nach dem Ersten Weltkrieg in die katholische Kirche umfunktioniert wurde. 
Am 9.01.1892 wurde mit der Aufführung des „Revisors“ von N. Gogol das Stadttheater mit 500 Plätzen eröffnet (Architekt Ustinas Golinevičius). 
Am 24.05.1892 wurde zwischen dem Rathausplatz und dem Bahnhof die Pferdetram eingerichtet (der Schweizer Ingenieur Eugène Dupont), die bis zum 15.04.1929 funktionierte. 
Am 17.09.1895 wurde die Kathedrale des Hl. Petrus und Paulus (heute Kirche des Hl. Erzengels Michael) eingeweiht. 
1896 wurde die orthodoxe Kirche des 109. Infanterieregiments von Volga zu Ehren der Mutter Gottes im Stadtviertel Šančiai gebaut. 1950 erlag sie einem Feuerbrand. Heute befindet sich an der Stelle eine kleine Parkanlage. 
1897 wurde das „Zentralhotel“ gebaut (Laisvės Allee 21 / Platz der Unabhängigkeit 13). 
1897 baute Isak Piker auf seinem Grundstück das Hotel „Versaille“ (Laisvės Allee 88, Architekt Nikolaj Andrejev), welches 1904 Dominykas Venckauskas erwarb. 
1897 wurde das Stadtmuseum gegründet,  
1898 und 1899 fand in Kaunas der 2. und 3. Parteitag des Judenbundes statt. 
Im Dezember 1898 wurde das Volkshaus gebaut ( Ecke A. Mapu und Hl. Gertrude Str., Architekt Nikolaj Andrejev).  
1899 wurde in Kaunas das zentrale Kraftwerk gebaut (heute Platz der Einheit; Architekt Edmundas Frykas senior), das am 2.01.1900 in Betrieb genommen wurde.  
1899 wird das Hotel „Metropolis“ mit dem Restaurant gebaut (Laisves Allee 68 / Daukanto Str. 19; Architekt Nikolaj Andrejev).  
1899 wurde in Nieder-Šančiai die Kasernensiedlung gebaut (nach dem Entwurf des Kriegsingenieurs N. Škliarskis). 
1899 wurde in Kaunas die geheime Genossenschaft für Musik und Theater „Daina“ gegründet, die ihre offizielle Tätigkeit erst 1904 aufnahm. 
1900 wurde der Friedhof von Veršvai angelegt (Vilijampolė, Atramos Str.). 
1901* wurde der alte Friedhof von Šančiai angelegt, der 1952 geschlossen und 1955 zum historischen und Kulturerbe erklärt wurde. 
24–25.01.1905 und 25–27.12.1905 finden in Kaunas die politischen Generalstreiks statt. 
Am 29.01.1905 eröffnete der Komponist Juozas Naujalis in Kaunas (Rathausplatz 27) die erste legale litauische Buchhandlung. 
1905 wurde in Kaunas die erste litauische Druckerei von Saliamonas Banaitis (Rathausplatz 23) gegründet. 
1905 wurde im Haus von I. Frumkin auf dem Nikolaj Prospekt (heute Laisves Allee) das erste Kinohaus „Bovi“ eröffnet.  
Im November 1906 wurde die Buchhandlung von Ona Vitkauskytė gegründet, welche bis 1915 auf dem Rathausplatz ihren Standort hatte (Aleksoto Str. 3, heute – Rathausplatz 2), 
1906 wurde unter der Leitung des Priesters Konstantinas Olšauskas die katholische Bildungsgenossenschaft „Saulė“ (deutsch „Sonne“) gegründet. 
1906 wurde im Stadtviertel Žaliakalnis (heute Širvintų Str. 19) am Tag des Hl. Mikolaj die orthodoxe St. Nikolai-Kirche der Altgläubigen eingeweiht, die bis heute funktioniert. 
1906 wurde die Schnapsbrennerei „Stumbras“ gebaut. Der offizielle Name des Betriebes lautete „Das staatliche Weinlager Nr. 1“ (Kazionyj Nr. 1 vinyj očistnyj sklad). 
1906 wurde Initiative des Priesters Konstantinas Olšauskas die Arbeitergenossenschaft des Hl. Joseph gegründet, die bis 1940 funktionierte. 
1906 wurden auf Initiative der Pädagogen T. F. Žilinskas und M. Vasiliauskas in Kaunas die ersten litauischen Schulen gegründet: 
Am 15.09.1907 wurden die pädagogischen Kurse der Gesellschaft „Saulė“ (deutsch „Sonne“) gegründet (illegal funktionierten sie seit 1906). 
Am 30.11.1908 wurde zum Anlass des 10. Jahrestages der Gemeinde der barmherzigen Schwestern das Krankenhaus des Roten Kreuzes gegründet. 
1910–1911 wurde im Stadtviertel Šančiai die methodistische Kirche gebaut (Projektautor – Priester G. Durdis). 
1912–1913 wird das Gymnasium „Saulė“ gebaut.  
1912–1913 baute die Zarenregierung zur Verteidigung der westlichen Grenze des Imperiums einen Flughafen in Panemunė.