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Die deutsche Okkupation<br/> (1915–1918)


1915 wird in Aleksotas der Flughafen von Kaunas gegründet. 
Am 18.05.1915 befahl der russische Kriegsführer, innerhalb von drei Tagen alle Juden aus Kaunas zu verbannen. Die Ungehorchsamen sollten mit Tod bestraft werden.  
Am 15.08.1915 verbrannte die russische Armee bei ihrem Rückzug die im Jahre 1914 gebaute Holzbrücke über Nemunas 200 m oberhalb der Vytautas Kirche – die erste Chausseebrücke in Kaunas. 
Am 18.08.1915 wird Kaunas nach dem 11-tägigen Kampf von der deutschen Armee besetzt und verliert seine militärische Bedeutung. 
Am 15.09.1915 wird das erste litauische Gymnasium in Kaunas gegründet. 
Am 16.09.1915 kommt der deutsche Kaiser Wilhelm II. nach Kaunas, um die Einnahme der Festung zu feiern. 
Am 1.12.1915 wird in Kaunas das Blatt der Militärregierung „Befehls und Verwaltungsblatt der Ober Ost“ herausgegeben. Später kommt „Dabartis“ hinzu, die aus Tilsit verlegt wird. Seit 1916 wurden in der Stadt „Kownoer Zeitung“ und andere Blätter herausgegeben. 
Am 6.08.1916 wird die Darlehenskasse Ost nach Kaunas verlegt; sie gab die Ostrubel aus, die zum einzigen legalen Zahlungsmittel in Litauen erklärt wurden. Ende des Jahres wurden in der Stadt die Brotkarten eingeführt. Am 4. April 1918 wurden in Kaunas die Ostmarken herausgegeben  
1917 wird der Friedhof von Panemunė (Tylos Str.) angelegt. 
1917 riss die Besatzungsarmee im Frühjahr den Obelisk von 1812 ab – das Symbol des Kaunasser Guberniums – und brachte es nach Deutschland als Metallschrott. 
1918 wurden die Bezeichnungen von Straßen und Bezirken von Kaunas ins Deutsche übersetzt. Der ehemalige Nikolaj-Prospekt wurde in Kaiser Wilhelmstraße umbenannt; seit 1919 heißt sie Laisvės Allee.