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Die zweite sowjetische Okkupation (1944–1990)


Am 1.08.1944 fängt die zweite sowjetische Okkupation in Kaunas an. 
Am 7.08.1944 hat der Metallverarbeitungsbetrieb „Metalas“ ihre Tätigkeit aufgenommen 
1944–1950 wurden in der Gartenanlage des Kriegsmuseums die staatlichen Symbole der Republik Litauen zerstört (das Grab des Unbekannten Soldaten, die Freiheitsstatue u. a.). 
Am 1.01.1945 wurde gemäß der Verordnung des Vorstands für Verlage und Polygraphie der staatliche Verlag für pädagogische Literatur gegründet (K. Donelaičio Str.), dem der Name „Šviesa“ am 12.02.1964 verliehen wurde.  
Am 28.02.1945 wurde das prothetisch-orthopädische Kombinat gegründet (K. Donelaičio Str. 75B). 
Am 2.09.1945 wurde das staatliche Institut für Körperkultur gegründet. 
Am 1.11.1945 erschien das erste Exemplar der Zeitung „Kauno tiesa“ 
1945 wurde die Kaunasser Fabrik für Werkbänke gegründet (zuerst hieß sie – Werkstatt für Autoreparatur, später – Kaunasser Fabrik für Motorreparaturen). 
1945 wurde das Textilkurzwaren Unternehmen „Pakaita“ (Jovarų Str. 5) gegründet. 
1945 wurde das Technikum für Zellulose- und Papierindustrie gegründet. 
Am 01.02.1946 wurde die onkologische Betreungstelle gegründet 
1946 wurden an die Stadt die Vororte Pažaislis, Lampėdžiai und Veršvai angeschlossen, am 1.01.1948 kam die Siedlung von Petrašiūnai hinzu. 
1946 hat das Technikum der Kooperative Litauens in Kaunas seine Tätigkeit aufgenommen. 
1946 wurde das 7. Krankenhaus der Stadt Kaunas gegründet, 1965 wurde es zum 2. Krankenhaus der Stadt Kaunas. 
1947 wird die landwirtschaftliche Akademie aus Dotnuva, wo sie seit 23.09.1924 existierte, nach Kaunas verlegt. 
1947 wurden die Basketballspieler von „Žalgiris“ (der Klub wurde 1944 gegründet) zum ersten Mal die Gewinner der sowjetischen Meisterschaft. 
Am 16.11.1948 wurde die Vincas Kapsukas-Mickevičius-Druckerei gegründet, 
Am 14.07.1949 kämpften in der UdSSR Meisterschaft im Boxen Algirdas Šocikas und Nikolaj Koroliov im Finale. 
Am 1.10.1950 wurde die regionale Bibliothek von Kaunas gegründet, die seit 1953 öffentliche Bibliothek von Kaunas heißt. 
Am 31.10.1950 wurde das Polytechnische Institut Kaunas gegründet. 
Am 31.12.1950 wurde die medizinische Fakultät der Universität Kaunas in das Medizinische Institut Kaunas umgewandelt. 
1950 wurde der Betrieb für Metallerzeugnisse „Nemunas“ (anstelle der nationalisierten Gesellschaft „Neris“ im Stadtviertel Petrašiūnai) gegründet. 
1950–1953 erfolgt der Bau von Mehrfamilienhäusern am Kai von Karalius Mindaugas (bis 1988 – Pergalės Kai, Architekt Jokūbas Peras). 
Am 20.03.1951 wurde die Gedenkstätte für den Schrifsteller, Funktionär Petras Cvirka eröffnet (gegründet 1948). 
1951 wurde in den ehemaligen Räumen der Kunstschule die Mittelschule für die angewandte Kunst eingerichtet. 
1952 wurde im Stadtviertel Aukštieji Šančiai das 3. Krankenhaus von Kaunas gegründet. 
1952 wurde die Filiale von „Kauno audiniai“ im Stadtviertel Vilijampolė eingerichtet, die 1956 zum Seiden- und Plüschkombinat wurde. 
1953 wurde die Radiofabrik gegründet.  
1953 nahm das Technikum für Nahrungsmittelindustrie Kaunas seine Tätigkeit auf. 
1953 wurde die Zahnklinik, 1974 – die Dainava Poliklinik, 1984 – die Kalniečiai Poliklinik, 1996 – die Šilainiai Poliklinik eröffnet. 
1954 wurde das Technikum für Statistik in Kaunas gegründet. 
1955–1959 wird das Wasserkraftwerk von Kaunas gebaut – das größte Kraftwerk Litauens. 
Am 29.10.1956 wurde der Kaunaser Taxipark gegründet. 
Am 1.11.1956 wurde auf die Initiative der Studenten eine Gedenkfeier zu Ehren der Gefallenen für die Unabhängigkeit Litauens am Mahnmal im Alten Friedhof (heute Park der Ruhe) veanstaltet. 
Am 20.03.1957 wurde das Milchkombinat von Kaunas gegründet. 
1957 fingen die Konzerte des erneuerten Carillons am staatlichen Geschichtemuseum an (eingebaut 1937). 
1958 wurde das Museum im 9. Fort gegründet – das Symbol zur Erinnerung an Holocaust (Žemaičių Chaussee 73). 
Am 11.09.1960 wurde offiziell das staatliche Puppentheater von Kaunas eröffnet, 
1960 beginnt man mit dem massenhaften Bau von Wohnhäusern und Industriebetrieben in den Stadtteilen Dainava und Petrašiūnai. 
1961 wurde das Reisebüro Kaunas gegründet. 
1961 wurde ein Blasorchester gegründet, das 1973 „Ąžuolynas“ („Eichenhain“) genannt wurde. 
Im August 1962 war der Sportpalast „Žalgiris“ (K. Baršausko Str. 66) und das Stadion fertig. 
Am 24.10.1962 wurde in Petrašiūnai (R. Kalantos Str. 49) die Kaunasser Eisengießerei „Centrolitas“ gegründet. 
Am 4.11.1962 wurde eine Fackel des Erdgas im „Žalgiris“ Stadion entzündet, die den Anfang der Gasversorgung der Stadt Kaunas markierte. 
1962* wurde zur Erinnerung an die „Befreiung“ von Kaunas zuerst in der Gartenanlage des Historischen Museums von Kaunas und später am 6. Fort der Panzer „Josif Stalin“ aufgestellt (angeblich einer der ersten, der 1944 nach Kaunas einrollte). 
Am 2.08.1963 wurde die thermische Netzgesellschaft in Kaunas gegründet. 
1964 fing die Geschichte der Vilnius Universität Geisteswissenschaftliche Fakultät in Kaunas an. 
1964 wurde der experimentelle Feinkeramikbetrieb „Jiesia“ gegründet,  
1964 wurde die Brücke von Kleboniškis über den Fluss Neris eröffnet. 
Am 31.12.1965 wurde der erste Trolleybus auf der Strecke Panemunė–Altstadt in Betrieb genommen. 
1965 wurde in Kaunas eine Fabrik zur Herstellung von Synthesefaser gegründet. 
1965 fand der erste internationale Tanzwettbewerb „Das Bernsteinpaar“ (litauisch „Gintarinė pora“) statt, dessen Traditionen bis heute bewahrt bleiben. 
1965 starteten alljährliche traditionelle Poesiefestspiele. 
1965 wurde die Galerie für Glasmalerei und Plastik eingerichtet. 
1965–1967 wurde das Hotel „Baltija“ gebaut (Vytauto Prospekt 71). 
1966 nahm die Hippie und Backpacker-Bewegung ihren Beginn. 
1966 wurde das einzige Teufelsmuseum weltweit eröffnet. 
1966 wurde der 1. Friedhof von Romainiai ( 1970 – der 2. Friedhof) geöffnet. 
1966 wurde das erste Breitbild-Kino „Planeta“ („Planet“), 1970 – „Dainava“ und 1977 – das Kino „Kaunas“ eröffnet. 
1967 wurde die Pantomime-Truppe unter der Leitung vom Künstler, Regisseur und Mime Modris Tenisonas von Vilnius nach Kaunas verlegt. 
1967–1982 gab es Cafes und Restaurants, die mustergültig waren:  
Am 23.10.1969 wurde der Kaunasser staatlicher Chor gegründet. 
1969 wurde das Geschäft „Buitis“ („Alltag“), 1982 – „Viešnagė“ („Aufenthalt“), 1986 – „Rėda“ eröffnet. 
1969 wurde die Fabrik zur Herstellung von endokrinischen Präparaten gegründet (heute Veiverių Str. 134). 
1969 nahm der Ministerrat den Beschluß, die Kipras-Petrauskas-Gedenkstätte zu gründen. 
Am 17.04.1970 wurde auf dem Platz von J. Janonis (heute Platz der Einheit) das Denkmal zum 100-jährigen Geburtsjubiläum von V. Lenin aufgestellt (Bildhauer N. Petrulis, Architekt K. Šešelgis). 
Am 14.05.1972 hat der 19-jährige Kaunasser Romas Kalanta aus Protest gegen das Sowjetregime im Stadtpark am Musiktheater (in der Freiheitsallee) sich selbst öffentlich verbrannt. 
Am 27.12.1973 wurde im Park von Ramybė das Denkmal für die Revolutionären K. Požela, R. Čarnas, K. Giedrys und J. Greifenbergeris eingeweiht. 
1973 wurde das Kaunasser Künstlerhaus eingerichtet (S. Neries Str. 56, heute V. Putvinskio Str.). 
1974 wurde im Haus des Komponisten Juozas Gruodis (Salako Str. 18) ein Gedenkmuseum gegründet, 
1974–1985 wurde das Wohnviertel Kalniečiai gebaut. 
Am 26.9.1975 wurde Litauisches Pharmaziemuseum eröffnet, 
1975 wurde die A. Šiaučiūnaitė-Produktionsvereinigung für Trikotage gegründet (Raudondvario Chaussee).  
1975 wurde das Heizkraftwerk von Kaunas in Betrieb genommen. 
1975 wurde ein moderner Komplex für die Dienstleistung der Bewohner eröffnet. 
1976 wurde die Fußgängerbrücke von Drei Fräulein (2014 erhielt sie offiziell diesen Namen) über Nemunas gebaut, die den Hain von Panemunė und die A. und J. Gravrogkų Straße im Stadtviertel Gričiupis verbunden hat. 
1976 begann die Geschichte des Kammertheaters, 
1976–1981 wurde der Komplex des Jachtklubs „Žalgiris“ (Architektin Danutė Petkelienė) am Kaunasser Stausee bei Pažaislis gebaut. 
Am 18.–25.4.1977 wurde im Kultur- und Sportzentrum der damaligen Fabrik zur Herstellung von Synthesefaser ein Theaterfestival, genannt „Vaidiname darbininkams“ (deutsch: „Wir spielen für Arbeiter“) ins Leben gerufen.  
Am 27.04.1977 wurde ein Denkmal für den Priester und Klassiker der litauischen Dichtung Maironis auf dem Rathausplatz errichtet (Bildhauer Gediminas Jokūbonis, Architekt Kazys Šešelgis). 
1978 wurde die Gemäldegalerie Kaunas gebaut (Architekten L. Gedgaudienė und J. Navakas) und eine Kunstausstellung eröffnet. 
1978–1981 wurde das Bestattungsinstitut gebaut (I. Meskupo Str. 220, heute Jonavos Str.). 
1978–1985 wurde das Wohnviertel Eiguliai gebaut (Architekten S. Lukošius und G. Miškinienė). 
Am 27.01.1979 wurde ein Denkmal (Bildhauer Stepas Šarapovas, Architekten Gediminas Baravykas und Vytautas Vielius) für Komsomolzen, die für die sowjetische Regierung in Litauen ums Leben gekommen sind, auf dem Sąjungos-Platz im Stadtviertel Vilijampolė errichtet. 
1979 wurde Stasys Šimkus-Museum in Birutė eröffnet (Aleksotas, Bitininkų Str. 45). 
1980 wurde die Anlegestelle von Vilijampolė gebaut (heute Raudondvaris Chaussee 107). 
1980 haben Vytautas Andziulis und sein Kollege Juozas Bacevičius eine illegale Druckerei im Bezirk Kaunas, Dorf Saliai gegründet, die sie „ab“ Druckerei nannten (die zwei Buchstaben a und b weisen auf die Namen der Gründer hin). 
1980 gründete Birutė Letukaitė ein Studio des modernen Tanzes, das später in eine professionelle Tanztheater „Aura“ entwickelte. 
1982 wurde Laisvės Allee zu einer Fußgängerzone. 
Am 1.03.1983 begann die Geschichte des Museums der litauischen Volksmusikinstrumente von Povilas Stulga. 
1983 wurde auf der Station der jungen Techniker das Museum für Sportluftfahrt eröffnet (A. Mickevičiaus Str. 2). 
1983 wurde die Brücke von Varniai über den Fluss Neris gebaut. 
1983–1989 spielt die Kaunasser Basketballmannschaft „Žalgiris“ gegen ZSKA Moskau (Zentraler Sportklub der Armee Moskau) um den ersten-zweiten Platz in der UdSSR-Meisterschaft. 
1984 wurde ein Friedhof in Karmėlava eröffnet (Architekt A. Mockaitis; das Projekt von 1982). 
1984–1990 wurde das Wohnviertel Šilainiai gebaut. 
1986 erhielt der Eichenhain („Ąžuolynas“) den Status eines Naturdenkmals von nationaler Bedeutung. 
Am 1.11.1987 wurde eine unerlaubte öffentliche Versammlung anlässlich des 125. Jubiläums des Dichters Maironis an seinem Grab in der Altstadt abgehalten. 
1987 wurde das größte Hotel namens „Neris“ in Kaunas gebaut (1988 nahm es in Betrieb). 
Am 10.06.1988 wurde eine Initiativgruppe der Litauischen Reformbewegung Sąjūdis für die Region Kaunas in dem Architektenhaus (Vilniaus Str. 22) gewählt. 
Am 1.07.1988 wurde der Flughafen der zivilen Luftfahrt in Karmėlava eröffnet. 
1988 wurde die Fußgängerbrücke von Simonas Daukantas auf die Insel von Nemunas gebaut (Architekt A. Sprindys). 
1988 wurde beschlossen, nach dem Projekt von A. Sprindys den Garten und die Denkmäler am Museum für Staatsgeschichte (heute Vytautas-Magnus-Militärmuseum) wiederherzustellen. 
Am 30.06.1989 wurde Mykolas Žilinskas-Kunstgalerie eröffnet (Architekten E. Miliūnas, K. Kisielius ir S. Juškys; Platz der Unabhängigkeit 12). 
Am 3.08.1989 startete die von „Jaunoji Lietuva“ (deutsch „Junges Litauen“) und von der Freiheitsliga Litauens initiierte Aktion zur Rückgabe der sowjetischen Soldbücher an Moskau.